Krieg. Stell dir vor er wäre hier! 12+
Janne Teller, aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler

Stell dir vor, es ist Krieg. Genau hier. In deinem Land, deiner Stadt – in deiner Heimat.

Nichts ist mehr wie vorher. Nur noch Angst, Mangel, Hunger, Verlust und der Wunsch zu überleben. Einziger Ausweg: Flucht. Doch die ist teuer. Also … alles verkaufen, nichts hinter sich lassen außer diesen verfluchten, gefährlichen Krieg.

Und dann bist du in einem Land, dessen Sprache du nicht verstehst und mit dessen Lebens­weise du nicht klar kommst. Du bist der Fremde.

Janne Teller lässt ein Gedankenexperiment stattfinden: In Europa herrscht Krieg und die einzige Möglichkeit, der Gewalt und Unterdrückung zu entkommen, ist die Flucht in die arabische Welt.

„Ein schlichtes, aber eindringliches Plädoyer für mehr Respekt und Einfühlung. Angesichts der aktuellen Ereignisse in der arabischen Welt lohnt es sich umso mehr, darüber nachzudenken.“ Yasemin Ergin, NDR Kulturjournal

Regie und Ausstattung: Patricia Hachtel
Es spielen: Doreen Olbricht, Daniel Blum

Vor- und Nachbereitung:

Theaterpädagogisches Begleitmaterial steht auf Anfrage zur Verfügung.
Im Anschluss an die Aufführung bietet Frau Kerstin Rottenbach, Netzwerkkoordinatorin Migration, ein Nachgespräch an.

Premiere 4. November 2016 // Stadttheater Hildburghausen

Pressestimmen:

Thüringer Allgemeine 01.07.2017

"Ein Experiment schlug die Gymnasiasten in den Bann:
„Stell dir vor, es ist Krieg. Genau hier. In deinem Land, deiner Stadt – in deiner Heimat.“ So begann ein zu tiefst verstörendes und beklemmendes Gedankenexperiment im Foyer des Lindenberg-Gymnasiums in Ilmenau. Über 60 Schüler der 9. Klassen saßen atemlos vor Doreen Olbricht und Daniel Blum. 

Die Schauspieler der Jungen Bühne Hildburghausen nahmen die Jugendlichen mit in eine fiktive Welt, in der, nach einem europäischen Bürgerkrieg, plötzlich wir Deutsche als Flüchtlinge in arabischen Ländern um Asyl bitten müssen. Besonders schwer schluckten die Jugendlichen, als sie erlebten, dass man als Flüchtling auch das eigene Haustier zurücklassen muss. Im Zentrum des Zwei-Personen-Stücks der dänischen Autorin Jane Teller standen menschliche Schicksale und nicht Ideologien oder gar Schuldzuweisung. Die Veranstaltung der Wahlpflichtfächer Gesellschaftswissenschaften und Darstellen/Gestalten stellte einen gelungenen Abschluss des Schuljahres dar. "

Freies Wort Hildburghausen

"Es sind Worte mit denen die Schüler nicht gerechnet haben. Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören können... Das Stück wirkt nach, das ist deutlich zu spüren.

Freies Wort Hildburghausen

"Patricia Hachtel hat aus dem ursprünglichen Monolog ein Zwei-Mann-Stück gezaubert. Die beiden Schauspieler Doreen Olbricht und Daniel Blum haben es brilliant umgesetzt."

Freies Wort Hildburghausen

"Mit dem Stück bringt die Junge Bühne Hildburghausen ein beklemmendes und provokantes Thema auf die Bühne... Hier geht es nicht um Ideologien. Es geht schlichtweg darum, Mensch zu sein. Dazu soll Anstoss gegeben werden, ziemlich drastisch, aber vielleicht geht es sanfter auch gar nicht mehr.